4. Rennen in der 2. Bundesliga Nord

Witten sollte es sein, aber Verl bei Gütersloh wurde es! Aufgrund einer reduzierten Teamaufstellung, musste ich, Enno als Ersatzstarter mit ins Rennen gehen. Darum schildere ich mal ein Rennen aus der 2. Bundesliga aus der Sicht eines Regionalliga-Starter. Ein bisschen mulmig war mir schon, obwohl ich im letzten Jahr schon mal das Vergnügen hatte in Witten auf der SD zu starten. Und das war alles andere als ein Zuckerschlecken. Die Taktik in Verl hieß beim Schwimmen nicht zu viel Zeit einzubüßen um dann nicht den Anschluss auf dem Rad zu verlieren. Dann bei der Lauferei ist man auf sich alleine gestellt. Aber nun zum Rennen. Michi, Nicholas, Hauke und ich waren am Start. Leider nur zu Viert, daher mussten alle durchkommen. Ein schönes kleines Dorfevent in Verl, übersichtlich und nett organisiert. Man merkte recht schnell, dass das Orgateam mit sehr viel Engagement dabei war und es ging durchweg nett zu. Auch bei Problemen beim Einchecken, wegen eines angebrochenen Helmes von Michi, wurde hilfreich unterstützt, ein Leihhelm gefunden und die erste Hürde war vor dem

Startschuss genommen. Der kleine, dunkle Verler See lud nicht gerade nach Badespaß ein, war aber warm genug um ein Neoverbot auszusprechen. 21,x° waren wirklich genug und die schwarze Gummihaut blieb im Auto. Mit einem Wasserstart ging es auf den 650m langen Dreieckkurs. Startschuss und dann ging es schon mit einem mega Tempo auf die Strecke. Sonst liege ich bei den Reli Renen in den Top 15, aber hier war ich froh im Mittelfeld zu landen. Dies bedeutet aber immer viel Gehaue und Körperkontakt. An der ersten Boie wurde es im Feld noch mal so richtig eng für mich und es blieb nur der Weg unter der Boie offen. Damit war ich auch nicht der Einzige und es war Chancengleichheit garantiert. Beim Ausstieg sah ich Hauke aus dem Wasser steigen und ich fragte mich, ob ich über mich hinausgewachsen bin, oder ob Hauke als exzellenter Schwimmer Probleme hatte. Jetzt hieß es die Hauptgruppe in  der vierten Disziplin, der Wechsel, nicht zu verlieren, in der Michi sich als sehr guter Schwimmer schon befand. Diese Gruppe war ca.40 Mann stark. In der Wechselzone ging es mit einem Höllentempo zu, welches ich so nicht kenne. Also Helm auf, Rad greifen, raus rennen, voll anfahren und Gruppe erreichen war das Ziel, aber ich schaffte es nicht! So blieb ich mit 5-7 Athleten in einer Minigruppe dahinter. Mit dabei war Hauke. Auch er schaffte den Sprung nicht ins Hauptfeld. Wir alle arbeiteten sehr hart und miteinander auf dem knapp 20km langen Abschnitt, welcher 2x zu durchfahren war. Insgesamt mussten wir 7 Verkehrskreisel durchfahren und bei jedem neuen Beschleunigen alle so hart, dass jedes Mal die Gefahr bestand aus der Gruppe zu fallen. Hauke und einigen anderen erging es auch so, die anderen erreichten die Hauptgruppe.  Ich war mit dabei! Jetzt dranbleiben, aber was sollte nun noch geschehen?! Dachte ich....doch beim nächsten Antritt der Hauptfeldes  konnte ich nicht mitfahren und verlor Meter um Meter und platzte weg! Ich war nicht der Einzige, aber die anderen 3 Athleten hinter mir wollten mein Tempo auch nicht mitgehen und so versuchte ich den Anschluss am Feld zu halten. Letztlich fuhr ich die letzten 5km alleine am Anschlag und verlor trotzdem Sekunde um Sekunde. Rein in den zweiten Wechsel und nun schnell hinter her! Michi war vorne weg in der Hauptgruppe und ich lief einfach nur noch der großen Meute hinterher, ohne zu wissen wo Hauke und Nicholas waren. Aber es dauerte nicht lang und Hauke und auch Nicholas zogen an mir vorbei. Nicholas sah sehr flüssig aus und lief ein Höllentempo auf den letzten 5km! Hauke konnte die Position halten. Michi war irgendwo im Hauptfeld verschwunden und für mich nicht mehr zu sehen. Letztlich erreichten wir den 13. Platz und was bei dieser dünnen Aufstellung doch noch sehr gut ist. Michi hat wieder seine große Klasse bewiesen und war im vorderen Drittel platziert. Nicholas bewahrte kühlen Kopf und rannte in die vierziger Plätze und machte über 20 Plätze beim Laufen gut und einen großen Dank an Hauke, der bislang jedes Rennen bestritt und trotz Schulterproblemen und nicht ganz auskurierter Erkältung & Magen-Darmproblemen das Team nicht hängen lies! Für mich bedeutete es erneut zu erkennen, dass das Niveau so hoch ist und ich besser eine Liga tiefer aufgehoben bin. Aber letzter wurde ich auch nicht und diesem genialen Team aushelfen war doch Ehrensache.
Das fünfte und letzte Rennen findet am 25.08 in Krefeld statt. Wieder ein Teamsprint wie auch beim Auftakt in Galdbeck. Bis dahin ist noch etwas Zeit und das Team wird sich für ein optimales Saisonfinale vorbereiten und hoffendlich in Bestbesetzung am Start stehen. Ich bin gespannt! (EH)