Stadtpark-Tri: Durch die Wechselzone "containert"...

Wenn am Samstag rot strahlender Abendsonnenschein zum Flanieren und Treibenlassen auf der Piazza am Schulterblatt einlädt, aber stattdessen der lauschige Sommerabend ab 21:30 in Vorbereitung auf den nächsten Tag schlafsuchend im Bett verbracht wird, dann lässt das für den Sonntag - dritter Wettkampftag der Landesliga - Großes hoffen.
 
Und der Sonntagmorgen zeigte sich prompt von seiner besten Hamburg-geprägten hochsommerlichen Seite - der leichte Nieselregen war eher erhöhte Luftfeuchtigkeit, die Lufttemperatur lag bei ca. 16 Grad und das Wasser im Stadtparksee war soweit abgekühlt, dass man sich schamlos für das "kleine Schwarze" entscheiden konnte. Sportlerherz, was willst du mehr?

Vielleicht ein bisschen mehr Platz auf der Schwimmstrecke? Da hatten sich die Veranstalter vom FCSP eine Neuerung einfallen lassen - statt wie die Heringe dicht an dicht an der Leine der Ostwand hängend auf den Schwimmstart zu warten, wurde nun auf der Südseite des Sees ein Wasserstart versprochen, der vollzogen und auf Grund der Wasserseichte eher in Landstart war. Gut gemeint - schlecht gemacht? Auf alle Fälle herausfordernder, denn ein lockeres von der Wand abstoßen und sofort fischgleich dahinzugleiten ist eben einfacher, als seine Bewegungslegasthenie gleich zu Beginn zu präsentieren und dann mit brennenden Beinen und brennender Lunge noch vor der ersten Boje toter Mann zu machen - Pluspunkt für die zusätzliche Herausforderung.
 
Wechselzone 1 - unendlich lang. Wieso bitte schön kann der Verfasser dieser Zeilen so viel Zeit dort verbringen? Vereinskollegen verglichen die Bewegungsschnelligkeit des selbigen mit der Dynamik eines Containerschiffes. Vielleicht lag es an dem weichen blauen Fließ, der die zarten Athletenfüße vor scharfkantigem Untergrund schützte? Watteweich - verweile Augenblick, du bist so schön! Dafür noch einen Pluspunkt.
 
Die Radstrecke, was soll man dazu sagen: die Ärzte hatten mal ein Lied über Michael Schumacher geschrieben, dessen Refrain in etwas so ging: "Brumm brumm, brumm, immer im Kreis herum..."., So ist das hier - kann man machen, muss man auch machen wenn man hier startet, schön ist das nicht. Leider leider auch und immer wieder die Feststellung, dass auf mancher RTF weniger Pulks auf dem Rad unterwegs sind. Neun Zeitstrafen sprechen da eine deutliche Sprache. Tendenz zum Minuspunkt.
 
Wechselzone 2 - kennen wir, waren wir schon, wieder viel Zeit verbracht. Beim Verlassen haben alle Schuhe an, deshalb auch kein blauer Teppich mehr. Schade, wäre gerne noch ein bisschen verweilt...
 
Die Laufstrecke: 5 KM bleiben 5 KM bleiben 5 KM - da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber wenn diese 5 KM nun im gleichen Stadtpark auf anderer Strecke verlaufen, dann hat das wegen des Perspektivwechsel schon ein bisschen was von neuem Wettkampf. Das Hören und Sehen des Wettkampfareals auf den letzten paar 100 Metern ist dann gutes Zubrot. Das Überholtwerden auf der Zielgeraden soll nicht negativ in die Wertung einfließen, deshalb ein erneuter Pluspunkt.
 
Auch gut:
 - Starterbeutel aus Biobaumwolle
 - schicke Radflasche im Finish
 - Sonnencreme gespart
 - Die Staffel wurde von drei Herren aus Eimsbüttel gewonnen
 
Weniger gut:
 - Auf dem Kiez lächelt man (meist) nicht; als Veranstalter / Helfer konsequenterweise auch weniger
 - Ergebnislisten konnte man bis 10:45 vergeblich suchen (keine Ahnung, ob die noch aufgehängt wurden)
 
Gesamtstand:
Landesliga Hamburg 2016 - Herren

Pl. Team
1. Triabolos Herren I 
2. Team Triathlon Hamburger Hochschulen - Männer 
3. SG HT16 Triathlon Team Hamburg 
4. Reformhaus Engelhardt Tri Michels Herren 
12. Reformhaus Engelhardt Tri Michels Mixed