Tina erreicht Platz 2 beim Cologne226

Final Day!

Es ist schon ziemlich lange her, als ich beschloss, dass ich es jetzt auch mal Hawaii Legende werden wollte. Als ich mir ein Zeitfahrrad kaufte, die Trainingsplanung einem Trainer übergab und dem Triathlon einen ernsthaften Stellenwert in meinem Leben einräumte. 2008 ist das gewesen. 2008 Ironman Frankfurt. Eine für meine Verhältnisse ordentliche Schwimmzeit von 1:16, 5:20 auf dem Rad. Locker und gut gelaunt in die Laufschuhe, doch dann nach 10km der Einbruch. Was im Training tausendmal funktioniert hatte, klappte nicht mehr. Aus vorbei. Tausend Tode über unendliche 32 weitere Kilometer. Finish in 11:04. Weit weg von dem, was ich mir erträumt hatte. Aber der Ansatz war gut, also weiter.

X-Terra Zittau 2012

Jetzt aber! 3 mal hatte ich mich in den letzten Jahren angemeldet 1 Mal geniffen und 1 Mal war die Veranstaltung durch ein Unwetter abgesagt worden. Nun endlich sollte es soweit sein und dafür sagte ich den Start im Regionaliga Wettkampf in Güstrow ab. Die lange Reise von Hamburg ins Dreiländereck  Tchechien, Polen & Deutschland. So sind Tina und ich am Freitag Morgen gen Süd-Osten aufgebrochen um am Samstag in den Wettkampf zu gehen. Aber was ist das eigentlich - X-Terra? Im Kurzen gesagt, es ist ein Off Road Triathlon. Tina hatte sich auf der "reduced distance" und ich mich auf der  klassischen X-terra Strecke angemeldet. Das bedeutete für Tina 750m - 26km - 5,5km und für mich 1,5km - 36km - 9km Distanzen. Beide mit reichlich Höhenmetern versehen. Am Vorabend erzählten uns viele Mitstreiter, dass es nicht so schlecht gewesen wäre die MTB Strecke mit über 1100 Höhenmetern wenigstens einmal abgefahren zu sein. Aber dafür hatten wir keine Zeit gehabt und verließen uns auf die Erfahrungen aus den Harburger Bergen :-) Ich stieg mit der Elite und den DM Startern zusammen ohne Neo ins Wasser, wobei es schon mit 21,7° doch recht kühl war. Auf den 2 Schwimmrunden mit kleinem Landgang konnte ich mich recht gut in dem ca.250 Personen großen Feld zurechtfinden und ging dann etwa als 30. auf das MTB. Was ich bei Triathlon oder X-Duathlon Veranstaltungen bislang kannte wurde hier ungültig! Ein enorm belastender Wechsel vom Schwimmen auf das Rad verwunderte mich!  Was sonst beim Triathlon schon "hart" war, konnte hier noch getoppt werden! Es ging nun erstmal in hohem Tempo über Feldwege und Schotterwege immer leicht bergan raus aus dem Ort und dann auf zum Teil sehr steilen und verblockten Singeltrails immer tiefer in das Zittauer Gebirge. Die ersten Pannenopfer standen mit Durchschlägen am Rand und mir wurde klar, wenn ich hier blind die Trails runterfahre, komme ich wohl nie im Ziel an. So lag meine Hauptkonzentration darin, die beste Spur zu finden und nicht ungewollt abzusteigen. Wobei z.T. das Tempo extrem hoch war konnte ich immer noch die Ideallinie fahren und hatte nach dem erklommenden Höhenmetern und rasanten Abfahrten 5km vor dem 2. Wechsel eine Truppe gefunden, die sich im leichten flachen Gelände gut unterstützte und so konnten wir im Windschatten gute 45km/h die letzten Kilometer absolvieren. Nach einem sehr wackligen Wechsel auf die Laufstrecke merke ich sofort was wir auf dem MTB geleistet hatten, denn die Beine waren leer! Es ging nun nochmal 9km um den Oldenstädter See, wobei es nicht nur flach war. Die Strecke bog immer wieder ins hügelige Geläuf ab und so waren sogar auf diesen letzten Kilometern noch 100 Höhenmeter zu absolvieren. Vereinskumpel Ingo war mit Sohn Hanno auf dem Arm zum Anfeuern an der Strecke - das gab dann nochmal den letzten Schub. Die beiden

Paratriathlon HH 2012

Paratriathlon DM in Hamburg 2012

Paratriathlon - damit können wahrscheinlich die wenigsten etwas anfangen. Grund genug für mich, den letzten Triathlon in Hamburg als Anlass zu nehmen, um den Focus auf einen besonderen Aspekt unseres Sports zu lenken. Am 21. Juli fanden im Rahmen des Sprinttriathlons in Hamburg die Deutschen Meisterschaften für die Paratriathleten statt. Paratriathleten? Das sind Triathleten mit einer körperlichen Behinderung, die in eine von sechs Kategorien einklassifiziert werden. Diese Klassen sind: TRI1 - Rollstuhlfahrer; TRI2 - Oberschenkelamputation; TRI3 - Doppelbehinderungen wie Lähmungen, Amputationen, Spastiken; TRI4 - Armbehinderung; TRI5 - Unterschenkelamputation; TRI6 - Blinde. Nach einer Querschnittslähmung in 2007 (jetzt inkomplett) starte ich in der Klasse TRI3. Ich hatte hatte mich gut vorbereitet und war mit Zuversicht ausgestattet, bis mir in der Woche vor dem Wettkampf meine körperliche Verfassung sagte, sie wolle doch irgendwie nicht so ganz meine Zuversicht teilen. Tja, was solls. Konnte ich nicht ändern. Um 13:56 Uhr hatten wir 18 Paratriathleten unseren Start in einer Startwelle mit den Jedermännern. In meiner Klasse waren wir sechs Athleten inkl. einem Starter aus Frankreich. Wichtig für mich ist es beim Schwimmen und Radfahren einen größtmöglichen Abstand fürs anschießende Laufen herauszuholen, da ich hierbei die mit Abstand meisten Probleme habe. Das Schwimmen verlief mittelmäßig und beim Austieg hatte ich mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, aber HaPe war wie immer am Wasseraustieg und konnte mir tatkräftig unter die Arme greifen. Immerhin war ich in meiner Klasse als erster aus dem Wasser gekommen. Nach der

Flachländer erfolgreich im Harz

Zum 2. Mal fand der Globetrotter Harz Triathlon am 22./23.06.2012 in Clausthal-Zellerfeld statt. Am Freitag durfte der Nachwuchs im Rahmen eines Schülertriathlons in das knapp 17° C warme Wasser des Oberen Hausherzberger Teichs springen.

Die Hauptwettkämpfe fanden jedoch am 23.06. statt. Die mit Preisgeldern dotierte Veranstaltung lockte Spitzenathlethen wie Jan Raphael, Rebekka Eßmüller (Hannover 96) und Ines Estedt (SC Neubrandenburg) an den Start. Neben dem klassischen Triathlon (500m - 23km (450 hm) - 5km (60 hm)) gab es auch noch einen Cross-Triathlon (500m - 10,5km (190 hm) - 5km (60 hm)). Beide Wettkämpfe wurden zusätzlich als Staffel ausgetragen.

Der Sprint startete um 10 Uhr. Favorit Jan Raphael (21run.com Triathlon-Team) wurde überraschend von Jonas Schomburg (SC Langenhagen) auf den 2. Rang verwiesen. Nicht weit dahinter kam auf Rang 8 Till Münster aus unserer Regionalliga-Mannschaft ins Ziel. Ihm folgten 2 weitere Michels: Lasse Münster auf Rang 28 und Ingo Engelhardt auf 29.

Bettina bei EM in Kraichgau wieder auf dem Treppchen

Bei nahezu perfekten Bedingungen fand am 10.06.2012 im Kraichgau die Triathlon Europameisterschaft der ETU über die Mitteldistanz, d.h. 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und 21 km Laufen statt. Bei 3000 Startern und somit der teilnehmerstärksten Mitteldistanz im europäischen Triathlon waren eigentlich alle deutschen Langdistanz Elite-Athleten anwesend, die im über diese Distanz etwas zu sagen haben. Dies neben einer hochkarätigen internationalen Konkurrenz. 17 ausländische Athleten unter den ersten 40 Frauen sagt hierzu eigentlich alles, bei den Männern war das ähnlich.

Und auch hier konnte Bettina Strehl vom "PhysioActiv Tri Michels Damen" Team die Bronzemedaillie abholen, auf die sie dieses Jahr offensichtlich gebucht ist, war es nach Bronze bei der DM Duathlon und zwei Hamburger Meisterschaften nun schon die vierte dieses Jahr. Mit dieser Platzierung war sie gleichzeitig beste Deutsche in ihrer AK und 31te insgesamt bzw. 13te im Feld der Amateurinnen. Nachdem sie es im Schwimmen wie üblich etwas gemütlicher angehen ließ, folgte mit einer Durchschnittsleistung von 202 Watt eine Spitzenzeit von 2:45 h auf dem Rad. Auf einer der schwierigsten Laufstrecken im deutschen Triathlon, die ein Potpourri von langen zähen Anstiegen, fiesen Rampen, Kopfsteinpflasterpassagen Ecken und Winkeln darstellte, schrammte sie dann nur knapp an einer Laufzeit von unter 1:40 h für den Halbmarathon vorbei, was eine Gesamtzeit von 5:04 h ergab.

Es war ein Höllenrennen, wobei die Strapazen durch eine perfekte Organisation, ein fantastisches Büffet und eine idyllische Landschaft mehr als aufgewogen wurden. Nächstes Jahr  fährt das "PhysioActiv Tri Michels Damen" Team geschlossen dort hin! Ganz bestimmt!