Erster Start als Tri Michel und gleich ein Sieg beim Cross Duathlon in Enge Sande – ein gelungener Einstand in die Saison 2015. Für alle, die mich noch nicht kennen: ich bin Jan Hendrik Nothbaar, 23 Jahre alt und komme aus Husum an der Nordsee. Zwecks meines Studiums bin ich im September 2013 nach Hamburg gezogen und habe dann gleich das Training der Tri Michels besucht. 2014 bin ich im Regionalliga Team der LAV Husum gestartet. Jetzt, 2015, ist es soweit und ich starte als Tri Michel in dem neu formierten Regionalliga Team. Zurück zum eigentlichen Grund dieser Zeilen.Am Samstag den 28. März fand in Enge Sande bereits zum fünften Mal der Crossduathlon (4km/16km/4km) statt. Natürlich nicht ganz so anspruchsvoll wie der Duathlon in den Harburger Bergen, aber für nordfriesische Verhältnisse schon ganz ordentlich. Die Strecke liegt im Langenberger Forst, etwa 30 Kilometer nördlich von Husum, und führt auf der Radstrecke über die dritthöchste Erhebung in Nordfriesland, die Rantzau Höhe (45m). Andreas Drosdowski, er kommt ebenfalls aus Husum und startet diese Saison im Regionalliga Team der Michels, und wir

nutzten diesen Wettkampf, um unsere Form zu testen. Neben uns starteten circa 20 weitere Teilnehmer, dazu kamen fast genauso viele Teams. Vielleicht ist ja im nächsten Jahr auch der ein oder andere Michel (oder natürlich Micheline ) am Start. Bereits kurz nach dem Startschuss konnten Andreas und ich uns gemeinsam mit einem schnellen Läufer aus Nordfriesland (Thorge Thomsen) vom Rest des Starterfeldes absetzen. Die Laufstrecke ist auf zwei Runden à zwei Kilometer aufgeteilt und wir konnten diese, für Andreas und mich etwas überraschend, zusammen mit dem starken Läufer in einem Schnitt von 3:35 min/km absolvieren. So hatten wir bereits auf den einen oder anderen radstarken Konkurrenten einen guten Vorsprung erarbeitet. Kurz vor dem Wechsel lief Andreas zusammen mit dem anderen Läufer noch einen geringen Vorsprung auf mich heraus. Durch einen schlechten Wechsel von mir (MTB-Schuhe mit Ratschenverschluß sind nicht für einen schnellen Wechsel geeignet!!!) nahmen beide ein kleines Polster mit auf die Radstrecke (4 Runden), sodass ich diesen Rückstand erstmal auf dem Rad aufholen musste. Andreas konnte sich schnell von Thorge absetzen und ich brauchte eine halbe Runde, bis ich ihn eingeholt hatte. Dann arbeiteten wir eine Runde lang zusammen und konnten ein hohes Tempo anschlagen und halten. Die Strecke besteht zu 50 % aus normalen Waldwegen und zu 50 % Reitwegen. Besonders diese zehren dann auf dem Crossrad an den Kräften und manchmal wünschte ich mir ein Mountainbike mit breiten Reifen und einer Federgabel.An der Steigung zur Rantzauer Höhe konnte ich Andreas dann zur Hälfte der zweiten Runde abhängen, merkte dies allerdings erst zu Beginn der vierten und letzten Runde. Bis zum zweiten Wechsel konnte ich dann sogar einen Vorsprung rausfahren. Das war ein echtes Highlight für mich, weil es mir in den vergangenen Jahren noch nie gelungen war auf dem Rad schneller zu fahren als Andreas. Nach einem deutlich besseren zweiten Wechsel von mir ging es auf die letzten vier Laufkilometer. Immer mit dem Gefühl, dass Andreas, als sehr starker Läufer im Triathlon, von hinten aufschließen würde. Nach der ersten Runde bekam ich die Info, dass ich beim Wechsel einen Vorsprung von 45 Sekunden hatte. Somit konnte ich die letzte Laufrunde genießen und nach 2013 meinen zweiten Sieg im Langenberger Forst einfahren. Eine Minute später folgte Andreas mir als Zweiter über die Ziellinie. Bei der Siegerehrung im Sportlerheim des SV Enge-Sande sorgte Andreas Start unter „alter Flagge“ noch für ein wenig Verwirrung bei den anwesenden Sportlern aus Nordfriesland, welche aber mit der Aussage über die noch fehlende neue Teambekleidung aus Hamburg geklärt werden konnte.

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