Urlaubsfeeling in St.-Peter-Ording

Vermutlich werden wir – wenn sich der Sommer weiterhin so von seiner unvorteilhaften Seite zeigt wie er es bislang getan hat – im Herbst sagen: „Am 12.07., da hatten wir doch prima Wetter…“ und was soll ich sagen, das stimmt. Zumindest für die Zeitspanne ab 13:00 Uhr, wo ein Großteil der Athleten auf der Laufstrecke gewesen ist. Aber schlecht ist es auch gar nicht, denn was gibt es heldenhafteres, als die salzverkrustete Sportbekleidung stolz wie ein Pfau im Finisherbereich spazieren zu tragen…

Doch bis dahin war es ein langer Weg – für einige beginnt der Weg zu dieser kurzen Glückseligkeit ja schon im Herbst des Vorgängerjahres. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich mehr auf die Komponente „Erfahrung“ gesetzt habe. Kann man machen, tut weh, schmälert das Selbstvertrauen und endet immer wieder in dem MittedesJahresVorsatz „nächste Saison gehe ich die Sache aber strukturierter an“.

Zum Glück haben wir aber in unseren Reihen einige Raketen und so konnten wir mit dem Reformhaus Engelhardt Tri-Michels Herren Team einen knappen aber nicht unverdienten Rang 2 in der Mannschaftswertung einfahren. Hier gebührt die Ehre vor allem unseren Heißdüsen Baptiste (Rang 10) und David (Rang 25), die ganz im Geiste des Élysée-Vertrags für die Tri Michels beachtlich abgeliefert haben (für die Nichthistoriker: deutsch-französischer Freundschaftsvertrag vom 22. Januar 1963). Dass der Kommunikation der beiden untereinander nur schwer zu folgen ist steht auf einem anderen Blatt und soll hier nicht Gegentand der Ausführung sein. Auf den Plätzen liefen dann ein Philip, Andre, Johann, Georg, Till, Frank, Niko.

Im Reformhaus Engelhardt Mixed-Team lief es ebenfalls erfolgreich, dies vor allem, wenn man sich die hektische Aktivität ins Gedächtnis ruft, war hier doch noch ein 5´ter Starter zu finden. Timm, Dennis, Oliver, Andreas und Jörg haben sich dann insgesamt in der Tageswertung auf Rang 11 geschoben.

Was sonst noch war:

  • Manu ist Gesamtzweite geworden, Anja sechste. Das hätte sicher noch spannender werden können, wenn Rebecca nicht eine Linkskurve auf dem Aerolenker liegend unterschätzt hätte. Die Folge: das Rennen konnte nicht beenden, ein bandagiertes Knie, eine mächtige 8 im Vorderrad. An dieser Stelle noch einmal gute Besserung.
  • Teilnehmerrekord insgesamt - wohl auch durch die Stationen der Landesligen HH und SH
  • Das Schwimmen: langweilig. Nichts von „Nordsee ist Mordsee“ zu spüren.
  • Gegen den Wind war´s auf dem Rad auch nicht
  • Schön warm auf der Laufstrecke

Fazit: Ein solcher Tag am Meer - ein kleiner Urlaub für die Seele.