19.06.2016: Eine handvoll Michels machte sich am vergangenen Sonntag auf dem Weg nach Zarrentin; Teils aus Tradition, teils der Heimat zu Liebe und der Rest wollte einfach mal wieder einen soliden Triathlon machen.

Was vor drei Jahren noch ein Geheimtipp unter den familiären Dorf­Triathlonveranstaltungen war, wurde am Sonntag schon als Landesmeisterschaft deklariert. An der Warteschlange der Startnummernausgabe konnte man alle Farben und Formen von Aerolaufrädern, Aerohelmen und teuren Bikes bewundern. Eine Zeitgutschrift für Mountainbikes, Crosser, Stadträder u.ä. es gab es trotzdem.


Nach dem Startsignal folgte ein eifriges Gerenne in den schönen Schaalsee. Zunächst starteten die Startpassinhaber, 15 Minuten später die Jedermänner. Der Schaalsee kochte, sogar die Zuschauer auf dem Steg wurden nass. Nach dem Dreieckskurs ging es in die T1. Wie gewohnt kümmerte sich Till weniger ums Schwimmen als um einen schnellen ersten Wechsel. Ob er das heimlich im Keller trainiert, wird man nie erfahren. Die gesamte Konkurrenz war bedient und die Verfolgung auf der welligen, windigen Radstrecke in vollem Gange. Die 20 km auf dem Rad waren schnell gefahren, auch wenn sich besonders bei den Damen ein Gefühl von Einsamkeit breit machte.

Vermisst wurden die vorab bewunderten Zeiträder, die mit dem wunderbaren Geräusch der Hochprofilfelgen an einem hätten vorbeirauschen können. Fehlanzeige.
Stattdessen konnte man in der T2 mal wieder von Papa­Till lernen. Laufschuhe an und los gings auf die 6,5 km lange Laufstrecke in wunderschönem Ambiente. Es ist ein Traum am Ufer des Schaalsees zu laufen, ehrlich. Andre und Rebecca machten Teamarbeit, Till in weiter Ferne nicht mehr zu erkennen. Letztendlich beendete Till den Wettkampf auf Platz 5, Andre wurde neunter und Rebecca gelang es ihren Titel zu verteidigen.

Auch die Jedermänner konnten mit ihren Platzierungen mehr als zufrieden sein. Doris wurde insgesamt Zwölfte, Aron stand mit dem dritten Platz sogar auf dem Treppchen.

Fazit:
– Wer auf manch einer Großveranstaltung das familiäre Ambiente vermisst, sollte nächstes Jahr in Zarrentin starten
– Wer Wert auf ein liebevoll gestaltetes After­Race­Buffet legt, sollte den selbstgebackenen Kuchen dort verzehren und sich ein Taschenmesser für das Apfelgehäuse mitbringen
– Wer mit Handschlag und der Frage „Kommst du nächstes Jahr wieder?“ von der Veranstalterin verabschiedet werden möchte, sollte ebenfalls kommen
– Kommen sollten auch diejenigen, die diese wunderschöne Laufstrecke selbst genießen möchten

(Becca)

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